Nukearmedizin im RNVZ

Untersuchungsbeispiele



Schilddrüsendiagnostik


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Basedow Thyreoiditis

Eine häufige Ursache für den nicht erfüllten Kinderwunsch ist eine Unterfunktion der Schilddrüse. Hormonspiegel, die im normalen Frauenalltag noch als normal eingestuft werden, können im Falle des Kinderwunsches zu niedrig sein und bedürfen einer medikamentösen Korrektur. Bevor dieses erfolgt ist eine genaue Abklärung der Schilddrüsensituation notwendig. Das beinhaltet Blutspiegelkontrollen, eine Ultraschalldarstellung der Schilddrüse und in einigen Fällen auch eine Szintigraphie.
Die Erkrankungen der Schilddrüse sind mannigfaltig und bedürfen für eine effiziente Therapie zumeist einer nuklearmedizinischen Diagnostik. So kann hier frühzeitig zwischen gutartigen und eventuell bösartigen Knoten unterschieden werden.


Myocardszintigraphie


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Myocard Szintigraphie

Mit die häufigste Todesursache in Mitteleuropa ist der Herzinfarkt. Die akute Durchblutungsstörung des Herzmuskels führt zu irreversiblen Schäden am Herzen. Jedoch gelingt es dem Nuklearmediziner in der Myocardszintigraphie weit vor diesem Ereignis eine drohende Sauerstoff-Unterversorgung des Herzmuskels zu diagnostizieren und gibt dem internistischen Kollegen damit wichtige Informationen zur weiteren Behandlung des Patienten.
Da herzkranke Patienten nicht selten auch Schrittmacher-Träger sind ist eine Kernspintomographie häufig nicht möglich und die Szintigraphie  bleibt in diesen Fällen das wertvollste bildgebende Verfahren in der Früherkennung von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels.

Knochenszintigraphie


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Knochenmetastasen

Noch weit bevor Knochenmetastasen im Röntgenbild sichtbar werden, kann eine Szintigraphie die Absiedelungen erkennen. Der Onkologe hat hier einen wichtigen Informationsgewinn und kann wesentlich früher eine Therapie einleiten oder verändern.
Auch entzündliche Knochen- oder Gelenkserkrankungen, wie z.B. Gelenkrheuma werden in der Nuklearmedizin früh erkannt und können noch vor dem Eintreten von größeren Gelenkschädigungen frühzeitig behandelt werden.
Häufig ist gerade bei derartigen onkologischen oder rheumatologischen Fragestellungen die enge Zusammenarbeit von Radiologie und Nuklearmedizin besonders wichtig.

Sentinel Lymphknoten Diagnostik


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Sentinel Lymphknoten

Bei der Operation eines Brustkrebsleidens wurden früher häufig sämtliche Lymphknoten in der Achselhöhle der betroffenen Seite mit entfernt. Diese Vorsichtsmaßnahme brachte nicht selten unschöne ästhetische Ergebnisse und konnte später auch den Lymphabfluss des betroffenen Armes behindern.
Heute wissen Gynäkologen und Onkologen, dass sich die Tumoraussaat über die Lymphwege immer an vom Körper vorgegebene Strassen hält. Der Lymphabfluss eines Brusttumors läuft zunächst über einen einzigen, dem erkrankten Gebiet der Brust zugeordneten Lymphknoten. Dem Nuklearmediziner gelingt es in der Sentinel Diagnostik diesen sog. ,Wächterlymphknoten‘ darzustellen und für den Operateur zweifelsfrei zu markieren. Zeigt sich in der Operation, dass dieser Sentinel-Lymphknoten nicht befallen ist, so kann zum Einen auf eine weitere Ausräumung der Achselhöhle verzichtet werden, zum Anderen beeinflusst das Ergebnis entscheidend das weitere onkologische Behandlungsschema.


Nuklearmedizin

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Im Gegensatz zur Röntgenuntersuchung wird in der Nuklearmedizin die radioaktive Strahlung nicht von außen auf den Patienten angewendet, sondern kommt aus dem Körper des Patienten heraus und wird mit Hilfe einer Kamera ortsaufgelöst gemessen. Anschließend wird von einem Computer hieraus ein Bild errechnet. Der Nuklearmediziner spritzt dem Patienten dafür eine gering radioaktive Substanz, die sich z.B. in Entzündungen oder Tumoren besonders gut anreichert. Dieses sog. Radiopharmakon hat eine sehr kurze Halbwertszeit und ist bereits nach einem Tag nahezu vollständig wieder aus dem Körper eliminiert. Die Strahlenbelastung für den Patienten ist nicht höher als bei üblichen röntgenologischen Untersuchungen und entspricht z.B. bei einer Schilddrüsenuntersuchung etwa der Hälfte der natürlichen jährlichen Strahlenbelastung.